Gemeinsame Interessen sind die beste Basis für eine gute Zusammenarbeit - dies zeigte sich schon bei den ersten Kontakten zwischen der Gemeinde Halže bei Tachov und Guteneck. Ansatzpunkt für die Kontaktaufnahme waren historische Messgewänder, die in Halže lange Zeit vergessen in der Kirche ruhten. In Guteneck sammelt Graf Burkhard Beissel von Gymnich historische Messgewänder - das gemeinsame Thema war gegeben.
Gemeinsame Ausstellung historischer Meßgewänder
Die LAG Brückenland Bayern-Böhmen, die projektbezogen mit der LAG Český les und der Regionalentwicklungsagentur AG Akcent kooperiert, stellte den Kontakt zwischen den beiden Gemeinden her. Bei einem ersten Besuch in Halže wurde eine gemeinsame Ausstellung der Meßgewänder vereinbart, die im Herbst 2010 zunächst in Guteneck, dann in Halže stattfinden soll. Die Kooperation ermöglicht es der Gemeinde Halže, Fördermittel aus dem Dispofonds der Euregio Egrensis für die Restaurierung der Gewänder aus der Kirche in Halže und die Konzeption der Ausstellung zu beantragen. Die bereits restaurierten Meßgewänder aus der Sammlung von Graf Beissel werden kostenlos für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Martina Klose betreut das Projekt und die beginnende Kooperation in der VG Nabburg.
Zwei Länder - viele Gemeinsamkeiten
Die beiden Bürgermeister, František Čurka und Johann Wilhelm, hatten sich auf Anhieb viel zu erzählen. Die Sprachbarriere war kein großes Hindernis, LAG-Managerin Veronika Hofinger dolmetschte, aber oftmals genügte ein Stichwort und die beiden Bürgermeister wussten, wovon die Rede ist – die Probleme kleiner Gemeinden sind in Deutschland und in Tschechien ähnlich. Beide Gemeinden haben knapp 1000 Einwohner, die zudem auf mehrere kleinere Ortsteile verteilt leben. Dennoch gibt es in beiden Gemeinden innovative mittelständische Betriebe, die wichtige Arbeitsplätze bieten. Doch auch interessante Unterschiede wurden berichtet: Während der katholische Glaube in Guteneck auch im Gesellschaftsleben eine wichtige Rolle spielt, ist Religion in der tschechischen Gemeinde eher Privatsache und spielt eine geringere Rolle. Eine Besonderheit ist die Verbreitung des griechisch-katholischen Glaubens in Halže - ihn brachten nach dem 2. Weltkrieg tschechische Remigranten aus Wolhynien mit.
Präsentation der Stadt Tachov im CeBB
Weitere Informationen zu der Gegend um Tachov, in der auch Halže liegt, können sich Interessierte derzeit im Centrum Bavaria Bohemia besorgen. Bis 28.02.2010 präsentiert sich dort nämlich die Stadt Tachov.


