Konzept "Landschaftspark Bayern-Böhmen"

 

Erhalten - revitalisieren - vernetzen - gemeinsam präsentieren

 

Die Landschaft am ehemaligen Eisernen Vorhang mit ihren natürlichen, touristischen, kulturellen und historischen Besonderheiten grenzüberschreitend zu vernetzen ist Ziel des Projekts „Landschaftspark Bayern-Böhmen“. Auf dem Gebiet der Grenzkommunen in der LAG Brückenland Bayern-Böhmen und der Mikroregion Dobrohost soll die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft erhalten, wo nötig ökologisch verbessert, in ihrer touristischen Attraktivität gestärkt und unter dem Titel „Landschaftspark Bayern-Böhmen“ nach außen hin präsentiert werden. Bestehende Besonderheiten können unter dem gemeinsamen Dach des Landschaftsparks besser genutzt werden, weitere Anziehungspunkte mit überregionaler Wirkung sollen hinzukommen. Zu diesem Zweck schlossen sich die Kommunen Eslarn, Schönsee, Stadlern und Weiding zur Arbeitsgemeinschaft „Landschaftspark“ zusammen. Tschechischer Partner ist die Mikroregion Dobrohost mit den assozierten Städte Bělá nad Radbuzou (Weißensulz) und Hostouň (Hostau).

 

Zwei Bearbeiter/innen - ein gemeinsames Konzept

Der erste Schritt, die Erstellung eines grenzüberschreitenden Konzepts als Leitlinie für die spätere Umsetzung, wird nun getan: Anfang März nimmt ein deutsch-tschechisches Projektteam die Arbeit auf, das aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt wurde. Die Projektmitarbeiterin, die sich vorwiegend für die deutsche Seite verantwortlich fühlen wird, ist Marlen Hößelbarth. Sie kommt aus Dresden und absolvierte ihr Studium der Landschaftsarchitektur in München und Weihenstephan. Seither war sie in mehreren Projekten, u. a. im rumänischen Siebenbürgen, tätig und besuchte Aufbaukurse im Bereich Städtebau und Denkmalschutz. Für die Dauer der Konzepterstellung wird sie ihren Wohnsitz in der Region Brückenland Bayern-Böhmen haben. Der tschechische Projektbearbeiter Václav Královec dagegen kann von zuhause aus zur neuen Arbeitsstelle nach Schönsee fahren. Er stammt aus Postrekov (Possigkau) und studierte in Prag Physische Geographie, Geoökologie und Kartographie. Während eines Auslandssemesters in Berlin perfektionierte er seine Deutschkenntnisse. Derzeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen Reiner Gäbl, Birgit Höcherl, Günther Holler, Hans Wirnshofer und Hynek Říha betonten bei der ersten Vorstellung des Projektteams die Bedeutung, die die Kommunen dem Projekt beimessen, und boten sich als erste Ansprechpartner an. Nach der ersten Orientierungsphase sollen weitere Partner und die breite Öffentlichkeit mit einbezogen werden.

Unsere Landschaft geht uns alle an

Die Grundidee eines grenzüberschreitenden Landschaftsparks Bayern-Böhmen skizzierte LAG-Vorsitzender Hans Eibauer erstmals im Regionalen Entwicklungskonzept 2007-2013 der LAG Brückenland Bayern-Böhmen. Die zunächst geplante Finanzierung der Konzepterstellung durch Planungsbüros im Rahmen eines Ziel-3-Großprojekts konnte nicht realisiert werden, stattdessen konnten für die Konzepterstellung durch ein deutsch-tschechisches Hochschulabsolvententeam Fördermittel aus dem Dispofonds der Euregio Egrensis gewonnen werden. Bis Ende Juli wird das Projektteam nun vom Arbeitsplatz im Rathaus Schönsee aus an der Konzepterstellung arbeiten. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die spätere Umsetzbarkeit des Projekts ist die Einbindung möglichst vieler Partner aus der Region, ihrer Ideen und Vorschläge. Alle, denen die Zukunft der grenzüberschreitenden Landschaft im Oberpfälzer Wald und Český les am Herzen liegt, sind daher aufgerufen, sich aktiv in das Projekt einzubringen. Der Kontakt kann über die beteiligten Kommunen oder die LAG Brückenland Bayern-Böhmen (www.brueckenland.eu) hergestellt werden. 

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Vorstellung der beiden Projektmitarbeiter, Marlen Hößelbarth (2. von rechts) und Václav Královec (3. von rechts)